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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge zwischen der Boss Level Marketing GmbH (nachfolgend „Auftragnehmerin“) und ihren Auftraggeber:innen (nachfolgend „Auftraggeber:in“) über Beratungs-, Marketing- und Vertriebsdienstleistungen, sofern nicht ausdrücklich abweichende Vereinbarungen schriftlich getroffen wurden.

1. Geltungsbereich & Vertragsabschluss

1.1 Diese AGB gelten in der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Fassung. Allgemeine Geschäftsbedingungen der Auftraggeber:in werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.

1.2 Angebote der Auftragnehmerin sind freibleibend. Der Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung der Auftragnehmerin oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.

1.3 Verbraucher:innen im Sinne des KSchG sind als Auftraggeber:innen ausdrücklich nicht ausgeschlossen; dann gelten die zwingenden Verbraucherschutzbestimmungen vorrangig vor diesen AGB.

2. Leistungsumfang

2.1 Die zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus dem schriftlichen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung. Erweiterungen oder Änderungen bedürfen der Schriftform (E-Mail genügt).

2.2 Die Auftragnehmerin schuldet die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistung im Sinne eines Werk- oder Dienstvertrags, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart. Vorhersagen, Pipeline-Schätzungen, ROI- oder Conversion-Werte sind branchenübliche Prognosen, keine zugesicherten Eigenschaften.

2.3 Die Auftragnehmerin ist berechtigt, sich zur Auftragserfüllung qualifizierter Subunternehmer:innen zu bedienen.

3. Mitwirkungspflichten

3.1 Die Auftraggeber:in stellt der Auftragnehmerin alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge (z. B. CRM, Werbekonten, Analytics) und Materialien rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form zur Verfügung.

3.2 Verzögerungen, die auf nicht rechtzeitig oder unvollständig erbrachten Mitwirkungshandlungen beruhen, gehen zu Lasten der Auftraggeber:in. Vereinbarte Termine verschieben sich entsprechend.

3.3 Die Auftraggeber:in steht dafür ein, dass die zur Verfügung gestellten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Daten) frei von Rechten Dritter sind und ihre Verwendung im Rahmen des Auftrags zulässig ist.

4. Honorar & Zahlungsbedingungen

4.1 Sofern nicht anders vereinbart, gelten die im Angebot ausgewiesenen Honorare zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

4.2 Pauschalhonorare werden monatlich im Voraus, projektbezogene Honorare zu 50 % bei Auftragserteilung und zu 50 % bei Übergabe in Rechnung gestellt. Mediabudgets, Lizenz- und Werbekosten sind separat zu tragen.

4.3 Rechnungen sind binnen 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 456 UGB) sowie Mahn- und Inkassokosten verrechnet.

4.4 Die Aufrechnung mit bestrittenen oder nicht rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen ist ausgeschlossen.

5. Lieferfristen, Annahme & Mängel

5.1 Vereinbarte Liefer- und Leistungstermine sind nur dann verbindlich, wenn sie ausdrücklich schriftlich als „Fixtermin“ bezeichnet wurden.

5.2 Die Auftraggeber:in ist verpflichtet, gelieferte Leistungen unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen, auf etwaige Mängel zu prüfen und solche schriftlich anzuzeigen. Andernfalls gilt die Leistung als genehmigt (§ 377 UGB).

5.3 Bei berechtigter Mängelrüge erfolgt nach Wahl der Auftragnehmerin Verbesserung oder Austausch innerhalb angemessener Frist.

6. Nutzungsrechte & Geheimhaltung

6.1 An sämtlichen von der Auftragnehmerin im Rahmen des Auftrags erstellten Werken (Konzepte, Strategien, Texte, Designs, Code, Playbooks) erwirbt die Auftraggeber:in mit vollständiger Bezahlung des Honorars das nicht-ausschließliche, zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzungsrecht zum vereinbarten Zweck.

6.2 Eine Übertragung der Nutzungsrechte an Dritte oder eine Bearbeitung durch Dritte bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Auftragnehmerin.

6.3 Beide Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Geschäftsbeziehung bekannt gewordenen Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse vertraulich zu behandeln. Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.

6.4 Die Auftragnehmerin ist berechtigt, die Auftraggeber:in unter Nennung von Firma und Logo als Referenz auf der eigenen Website und in Pitch-Unterlagen zu führen, sofern dem nicht ausdrücklich schriftlich widersprochen wird.

7. Haftung

7.1 Die Auftragnehmerin haftet nur für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

7.2 Die Haftung für entgangenen Gewinn, Mangelfolgeschäden, mittelbare Schäden, Umsatzeinbußen sowie Schäden aus Ansprüchen Dritter ist — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen.

7.3 Die Haftung der Auftragnehmerin ist insgesamt der Höhe nach mit dem im jeweiligen Vertragsverhältnis vereinbarten Nettohonorar der letzten zwölf Monate begrenzt.

7.4 Schadenersatzansprüche verjähren — soweit gesetzlich zulässig — in sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger.

7.5 Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Personenschäden sowie bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.

8. Vertragsdauer & Kündigung

8.1 Sofern nicht anders vereinbart, werden Dauerschuldverhältnisse (z. B. monatliche Retainer) auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Seiten unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende schriftlich gekündigt werden.

8.2 Das Recht zur sofortigen Auflösung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei wesentlichem Vertragsverstoß, Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vor.

8.3 Bei Auflösung aus von der Auftraggeber:in zu vertretenden Gründen bleibt der Anspruch auf das vereinbarte Honorar bestehen, abzüglich ersparter Aufwendungen.

9. Datenschutz

9.1 Die Vertragsparteien verpflichten sich zur Einhaltung der jeweils anwendbaren datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO.

9.2 Soweit die Auftragnehmerin im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten der Auftraggeber:in im Auftrag verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO ab.

10. Schlussbestimmungen

10.1 Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle aus dem Vertragsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist — soweit gesetzlich zulässig — der Sitz der Auftragnehmerin in Aurolzmünster, Österreich.

10.2 Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des Internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.

10.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt.

10.4 Änderungen dieser AGB bedürfen der Schriftform; dies gilt auch für ein Abgehen vom Schriftformerfordernis.

Stand: Mai 2026